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Ausgewählte Daten und Fakten zur Schulgeschichte der Stadt Calau

1367
Erste urkundliche Erwähnung eines Schulmeisters, der zugleich Stadtschreiber war. Von den Eltern wurde für jedes Schulkind ein Schulgeld von 10 Groschen entrichtet.

 

1570
Nach der Reformation wurde in Calau eine Mädchenschule eingerichtet.

 

1650
Der Calauer Lehrer Juro Ermel gab eine sorbische Fibel für die Stadtschule heraus, sie wurde aber 1669 von der Obrigkeit eingezogen, um die Germanisierungspolitik voranzutreiben.

 

22.Oktober 1908
Einweihung des neuen Schulhauses in der Lindenstraße.

 

1937
Schulreform: neue Lehrpläne und Unterrichtsgestaltung.  Die bisherigen "gehobenen Klassen" (5 - 10) in Calau werden "Mittelschule", die zum Abitur führenden Einrichtungen wurden vereinheitlicht: Oberschule für Jungen    (Klassen   5 - 12), ebenso Lyzeum für Mädchen, beide mit den Fremdsprachen Französisch, Latein und Englisch; Humanistisches Gymnasium (Klassen 5 - 12) mit den Sprachen Latein, Griechisch und Englisch.

 

1939
Fertigstellung der Turnhalle neben der Schule, die als „Mehrzweckhalle" auch für kulturelle Veranstaltungen nutzbar war (Stadthalle).

 

Anfang 1945
Die Schule wurde als Lazarett eingerichtet.

 

19./20.4. 1945
Bei den Kämpfen um Calau geriet die im Vorgarten aufgebaute Lazarettbaracke in Brand. Das Feuer breitete sich auf die gesamte Schule  aus. Leider konnte bei der Rekonstruktion des Hauses der schöne Turm mit der ältesten Glocke Calaus nicht wieder hergestellt werden.

 

Mai/Juni 1945
Durch Initiative des nun als Schulrat eingesetzten ehe- maligen Rektors Gericke wurde schon in diesen Monaten in  den Nebenräumen der Stadthalle provisorisch Unterricht erteilt.

 

August 1945
Der ehemalige Heeresfachschullehrer Schenkowitz wurde als Schulleiter eingesetzt.

 

1.4. 1946
Unter der Leitung der Frau de Brito erhielten täglich 800 - 900 Kinder in der Schulküche ein warmes Mittagessen.

 

12.6. 1946
Das „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule" war von den Länderparlamenten in der SBZ angenommen worden und trat in Kraft. Aus diesem Grund erklärte die Regierung der DDR  5 Jahre später den 12.Juni zum „Tag des Lehrers". Der Schuljahresbeginn wurde auf den 1.September (Weltfriedenstag) festgelegt.

 

1.9. 1946
Die Stadtschule wurde Zentralschule, in die die Schüler der Klassen 5 - 8 aus den Dorfschulen Werchow, Kemmen, Buckow, Saßleben und Kalkwitz aufgenommen wurden. Die Schüler der Klasse 9 der Mittelschule wurden Klasse 10 der Oberschule, die mit dem Schuljahr 1946/47 mit den Klassen 9 und 10 den Unterricht begann. 1949 wurde in Klasse 12 das erste Mal in Calau das Abitur abgelegt.

 

1948/49
Leiter der Einheitsschule wurde Herr Dr. Psaar, während Herr Witzig als Leiter in der Zentralschule blieb.

 

August 1949
Erstmals großer Erfolg bei der Ferienbetreuung. Rund 400 Kinder, vor allem von werktätigen Müttern, wurden in 2 Durchgängen betreut und durch die Schulküche mit einer Zusatzverpflegung versorgt, wobei der Rat der Stadt die Kosten übernahm.

 

1.6. 1950
Zum Ende des Schuljahres wurde der Schulleiter Georg Witzig nach dem Erreichen des Rentenalters feierlich verabschiedet.

 

1952
Für den Schülertransport aus den Dörfern war zunächst ein Bus von Willi Kupke im Einsatz, nach Gründung des VEB Kraftverkehr übernahm dieser den stark erweiterten Schülerringverkehr.
Die Ferienbetreuung wurde erweitert. Neben den örtlichen Ferienspielen gab es Ferienlager in   verschiedenen Orten und die Abschlussklassen machten Wanderfahrten in unsere Mittelgebirge.

 

1.10. 1953
Eine Hilfsschulklasse wurde eingerichtet. Erste Lehrerin war Frau Halbauer.

 

1.9. 1956
Aus der Zentralschule wurde die „Mittelschule Calau", vorerst mit zwei 9. Klassen, die wegen Platz- und  Lehrer- mangels zunächst an der Oberschule unterrichtet wurden.    Ab 1957 blieben sie im Haus in der Lindenstraße.

 

11./14.05 1957
Veranstaltungen zu „50 Jahre Mittelschule Calau"

1958/59

Anweisung über die neue Stundentafel; Lehrpläne für die polytechnischen Fächer ( Einführung in die sozialistische Produktion [ESP], Unterrichtstag in der Produktion [UTP] und Technisches Zeichnen [TZ]) und den  Staasbürgerkundeunterricht werden eingeführt.

 

11.1. 1960
Aus der Mittelschule Calau wurde die „Allgemeinbildende polytechnische Oberschule"  [POS].

 

1.2. 1964
Die POS Calau zählt 1100 Schüler in 32 Klassen, die von 45 Lehrkräften unterrichtet wurden. An Räumen standen zur Verfügung: 14 Klassenzimmer im Hauptgebäude, 8 Räume im Schulersatz- bau (umgestalteter Wohnblock in der Springteichallee),   4 Klassenzimmer und ein Werkraum als Nebenräume der Stadthalle, 2 Werkräume hinter der  Konsum-Möbelverkaufsstelle Lindenstraße 1,1 Raum in der Berufsschule Lindenstraße 4.

 

1.9. 1964
Mit der Eröffnung der POS II in der Jahnstraße erfolgte die Aufteilung dieser vielen Schüler auf  2 Schulen, dadurch wurde eine spürbare Entlastung erreicht.

 

25.2. 1965
Gesetz in der Volkskammer beschlossen: Einheitliches sozialistisches Bildungssystem mit allgemeiner Oberschulpflicht und Berufsschulpflicht.

 

5.7. 1977
Das für die 3 Calauer Schulen (III. POS 1974) neu gegründete Ferienzentrum "Friedrichsfeld" wurde eröffnet.

 

1977 - 1981
Umfangreiche Rekonstruktion im Schulgebäude.

 

Dezember 1989
Runder Tisch zur Schulpolitik in der Stadt Calau.

 

1.12. 1989
Ab diesem Datum ist der Sonnabend unterrichtsfrei.

 

1991/92
Auf Beschluss der Stadtverordneten wurden aus den 3 POS der Stadt die 1. Städtische Grundschule (ehemalige I. POS), die 2. Städtische Grundschule (ehem. II. POS) und die Städtische Gesamtschule (ehem. III. POS).
Die Erweiterte Oberschule wird Gymnasium.

 

1994/95
Große Außenrenovierung und Wiederherstellung der vor rund 40 Jahren überputzten Ornamentik der Fassade des Schulgebäudes.

 

27.5. 1998
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, dass "...mit Beginn des Schuljahres 2000/2001 nur noch an einer der zwei Grundschulen Einschulungen vorgenommen werden". Das Abstimmungsergebnis lautete 10: 5 für den Erhalt des Standortes Lindenstraße.

 

Oktober 1998

„Schule in der Lindenstraße“ begeht 90jähriges Jubiläum. Die Grundschule führt eine Projektwoche durch; Ausstellung und Festprogramm finden statt

 

November 2001

Das Computerkabinett wird im Beisein von Bürgermeister N. Märkisch eingeweiht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 40.000 DM

 

Juli 2002 – Januar 2003

Die Turn- und Stadthalle wird saniert

 

31. 06. 2003

Die 2. Grundschule schließt. Lehrer und Schüler werden in die 1. Grundschule aufgenommen

 

August 2003

Erstmalig findet die „Busschule“ für die Schulanfänger statt

 

10.03.05

Die Grundschule erhält aus dem Zweckertrag der Sparkasse 500 € für den Kauf von Büchern für die Schülerbibliothek

 

26.09. – 01.10.05

Projektcircus gastiert an der Grundschule

 

19.08.2006

Erstmalig übergeben Feuerwehrleute die Zuckertüten an die ABC-Schützen

 

29.08.2006

„Busschule“ für die Schulanfänger in Anwesenheit von Minister H. Rupprecht

 

September 2006

Stadtverordnetenversammlung empfiehlt, dass der Name „Carl Anwandter“ mit der Schließung des Gymnasiums auf die Grundschule übergeht

 

23.03.2007

„Der Antrag der Grundschule Calau auf Errichtung von Ganztagsangeboten in der offenen Form wird ohne Einschränkungen genehmigt.“

 

Herbst 2007 – Februar 2008

Sanierung der Grundschule im Innern; die gesamte Schule wird in das Carl – Anwandter – Gymnasium ausgelagert

 

08.12.2007

Minister H. Rupprecht besucht die Grundschule und überreicht Fördergelder in Höhe von 500.000 €

 

07.02.2008

Beginn des Unterrichts in der sanierten Grundschule

 

Juli 2008

Beginn der Neugestaltung des Schulhofes

 

15.09. – 20.09.2008

Projektcircus Sperlich gastiert im Rahmen der 100-Jahrfeier an der Grundschule

 

13.10. – 17.10.2008

Festwoche zum 100-jährigen Schuljubiläum

 

17.10.2008

Die Grundschule erhält den Namen „Carl – Anwandter“